Krokusweg

Allerlei aus dem Unterland.

10″ Notebook Medion akoya – Ich hab’s mir geg�nnt! ;-)

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Nachdem die Notebooks doch immer kleiner werden (eeePC, Asus etc.) hab ich mir das Notebookgeschehen auch mal n�hers angeschaut. Vor kurzem hatte ja ALDI auch so ein Teil im Angebot und es war wohl sehr schnell nicht mehr verf�gbar.

Zur Zeit wird auf vielen Computer-Einkaufsseiten im Netz der MSI Wind gelistet, ist aber erst Anfang August wohl zu haben und dann muss man wohl Gl�ck haben, beim richtigen H�ndler bestellt zu haben. Nun da ja der ALDI Notebook von Medion wohl so ziemlich die gleichen Eigenschaften hat wie der MSI, habe ich mich mal bei Medion im Shop umgesehen. Bei der Lieferbarkeit habe ich dann festgestellt, dass das kleine Teil sofort geliefert werden konnte.

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Bild: Medion akoya beim Starten

Also habe ich zun�chst noch ein wenig im Netz recheriert. Dabei bin ich auf das Forum „MSI Wind Forum“ gestossen, wo auch viele Nutzer des Medion Akoya E1210 �ber positive wie auch negative Dinge des Notebooks unterhalten. Also habe ich mich da eingelesen und auch ein paar Tipps f�r mich verwenden k�nnen.

Da das Teil f�r unterwegs sein soll, vor allem aber im Urlaub die mit der Digi aufgenommenen Bilder zwischenspeichern soll, kam mir die eingebaute Platte mit ihren insgesamt 80 GB doch ein wenig klein vor, dies habe ich erst letztens bei unserer Kreuzfahrt erfahren m�ssen. Da musste ich Bilder auf eine USB-Platte auslagern um die aktuellen Bilder auf das Notebook speichern zu k�nnen. Dem wollte ich also auch entgegen wirken. Auch Hauptspeicher sollte erweiterbar sein, was nach weiterer Recherche auch m�glich sein sollte.

Nachdem all das gekl�rt war, habe ich mich zum Kauf des Akoya entschlossen. Also habe ich mich im Medionshop angemeldet und das Teil am Mittwoch dieser Woche bestellt. Gestern ist das Teil bei mir angekommen. Nat�rlich habe ich es gleich ausprobiert. Ausgepackt und die Teileliste abgehakt. Alle angegebenen Teile waren vorhanden. Dann gleich mal Akku rein und das Netzteil eingesteckt und schon gings los. Nach dem einschalten konfigurierte sich das Windows XP Home, was recht z�gig vonstatten ging und schon hatte ich ein benutzbares Notebook vor mir stehen.

Was bei mir keine Probleme bereitete war der Netzzugang �ber WLAN, das Netzwerk wurde gleich gefunden und von mir auch eingerichtet, so dass ich den „kleinen“ nicht ans LAN-Kabel h�ngen musste.

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Bilder meines Akoya nach dem Umbau, es funzts alles noch!!

Als das alles zu meiner Zufriedenheit funktionierte habe ich mal angefangen zu schrauben. Ich weiss Garantie und so, aber zun�chst �ffnete ich nur das Geh�use an der Unterseite um mir die Bauteile die ich austauschen wollte anzusehen.

Zun�chst die Festplatte, es war eine WD-Platte mit 80GB verbaut. Der Hauptspeicher war von einem koreanischen Herstellers (Hynix) mit 1GB. Diese beiden Teile wollte ich durch „gr�ssere“ ersetzen. Also machte ich mich auf die Suche nach Alternativen. Ich fand einen 2GB Speicherriegel von Corsair Value Select DDR2 667MHz, diesen baute ich schliesslich in das Netbook ein, was ohne Probleme m�glich ist. Der Akoya hat nur einen Speichersteckplatz, so dass der Originalspeicher weichen musste. Nach Austausch lief der Rechner problemlos und der 2GB Speicher wurde auch erkannt, somit war der erste Teil der Mission erf�llt.

Der zweite Teil bestand darin, die Festplatte zu wechseln und durch eine baugleiche 250GB-SATA-Platte zu ersetzen. Ich habe ein WD Scorpio 250GB WD2500BEVS 5400U/m 8 MB Cache eingebaut. Vorher musste ich die mitgelieferte Platte noch Klonen, was ich mit True Image Home 11 ohne Probleme vornehmen konnte. Die Software schlug vor, die Partitionen auf der neuen Festplatte entsprechend zu vergr�ssern. Die neue Platte wurde als USB-Platte angeh�ngt und True Image klonte die Systemplatte auf die gr�ssere Festplatte, was eigentlich sehr schnell vonstatten ging, zumal ja auf der Systemplatte, sich noch nicht allzuviele Programme etc. befanden. Danach also nochmals den Rechner aufgemacht und die neue, geklonte Platte eingebaut. Dann kam der spannende Momet, ob alles wieder funktionieren w�rde und man glaubt es kaum, die Platte wurde erkannt und das System bootete. Alles lief wie vorher mit der 80GB-Platte auch, nur dass ich halt jetzt eine 250er Platte drin habe.

Nun kam noch der letzte Teil das Bios-Update. Auf der Medionseite habe ich das neueste Firmwareupate heruntergeladen und dann wie in der Beschreibung geschrieben der D-Partition in das Verzeichnis LW:\105 entpackt. Dann den Rechner neugestartet und beim Hochfahren die F3-Taste gedr�ckt, auf dem folgenden Dialog dann MS-DOS zum starten ausgew�hlt. Am Ende landete ich auf „c:\>“, dem guten alten Prompt von MS-DOS. Nach dem Wechsel in das zuvor genannte Verzeichnis habe ich mit Flash und Enter den Flashvorgang des Firmwareupdates gestartet. War nach kurzer Zeit fertig. Nun musste der Rechner neu gestartet werden und das BIOS �ber die Entf/Del-Taste aufgerufen werden, dann noch F9 dr�cken und schiesslich noch F10 damit die �nderungen auch wirksam wurden, damit war der ganze Firmwareupdate erfolgreich abgeschlossen. Im MSI Wind Forum wird noch beschrieben, wie man vorgehen muss, wenn die Recovery-Partition nicht mehr vorhanden ist, was ich aber der einfachheit halber vermieden habe, diese zu l�schen.

Danach habe ich daran gemacht ein paar meiner Lieblingsprogramme, wie FixFoto zu installieren, ein wirklich feines Teil f�r die digitale Bildbearbeitung, also kein Bolide wie Photoshop, sondern richtig rank und schlank. Es folgte noch Blogdesk , damit ich meine Blogeintr�ge auch von unterwegs offline schreiben kann und wenn ich dann einen I-netzugang habe nur noch hochladen muss, was aber auf der Kreuzfahrt leider nicht funktioniert hat.

So nun aber genug, mit dem Teil bin ich sehr zufrieden, es hat meine Erwartungen erf�llt und mit den „kleinen“ Modifikationen denke ich, dass es ein ganz passables Notebook geworden ist. Vorallem aber ist es leicht und handlich, kleiner als ein DINA4-Blatt mit einem Gewicht von 1200g mit Akku, das l�sst sich eigentlich �berall hin mitnehmen.

Wenn sich noch etwas gravierendes �ndert oder sich noch Nachteile ergeben, werde ich selbstverst�nlich dar�ber berichten.

13 Kommentare

  1. ………….. dann mache Dir mal Gedanken, wie
    Du bei meinem PC den Speicherplatz ebenfalls auf
    250 GB erhöhen kannst. ;-))
    Einen „Netbook Medion akoya“ will ich mir sicher nicht
    zulegen.

    Einen schönen Sonntag wünscht Dir Peter

  2. Habe mir auch das Medion Netbook zugelegt und gerade eine 320GB-festplatte bestellt.
    Darf ich fragen wie man diese dann „als USB-Platte angehängt“ um die eingebaute Festplatte zu klonen? Braucht man dafür nicht irgend einen Adapter (Festplattenschnittstelle auf USB-Anschluß)?
    Vielen Dank für eine kleine Hilfestellung!

  3. Hallo Falk,
    dazu hab noch ein USB-SATA-Gehäuse benutzt und dann mit Acronis True Image Home 11 die beiden Partitions auf der Originalfestplatte geklont. Das Gehäuse hat mich ca. 10 Euro gekostet und hat nun die Originalplatte als USB-Platte aufgenommen. Hoffe, das hilft Dir weiter!? Wenn nicht, nochmals fragen.

  4. Vielen Dank für die prompte Antwort! Falls ich mit der Prozedur Probleme haben sollte (habe auch Acronis True Image 11), würde ich mich nochmals vertrauensvoll an Sie wenden! Schöne Grüße!

  5. Hallo Uwe,

    jetzt bitte ich doch nochmal um Rat bzgl. Aufr�stung des Medion Notebooks:

    Der Austausch des Arbeitsspeichers (nun Kingston 2GB 800Mhz) klappte auch bei mir ohne jegliche Probleme.

    Bzgl. Festplattentausch (80GB–>320GB):
    Von den Originalpartitionen BOOT (C:) und RECOVER (D:) hatte ich mit Acronis True Image 11 Komplett-Backups erstellt und auf BOOT (C:) abgespeichert – wenngleich die Sicherung einer Partition auf sich selber nat�rlich eigentlich Unsinn ist.
    Diese Backups habe ich dann auf der per USB-Geh�use angeschlossenen neuen 320GB-Festplatte r�ckgesichert. Dabei werden allerdings die Laufwerksbuchstaben ge�ndert (C: –> E:, D: –> F:) Wenn ich diese Festplatte nun im Netbook einbaue, wird die als „Active“ festgelegte Partition E: dann als Bootpartition erkannt oder muss man die Partitionen vorher erst wieder ihrem urspr�nglichen Buchstaben zuordnen? Und wenn ja, wie macht man das?!

    Nochmals herzlichen Dank im voraus f�r die Weitergabe von eigenen Erfahrungswerten!
    Falk

  6. Hallo Falk,
    ich habe die Originalplatte im Akoya gelassen und darauf das True Image installiert, dann eine Start CD erstellt.
    Das USB-Gehäuse mir der neuen Platte an den Akoya gehängt und über das externe DVD-Laufwerk True Image gebootet. Dann einfach über True Image die beiden Partitionen auf die neue Platte übertragen und die Grösse der Partitionen durch TI festlegen lassen. Anschliessend dann umgebaut und neu gebootet, alles ok. Somit habe ich auch noch den LW-Buchstaben C:. Eigentlich ist es aber nicht so schlimm wenn die Bootpartition nicht C: ist, hatte ich bei einem anderen Rechner jahrelang. Ist nur unangenehm wenn Du Programme installierst, die partout nur auf das Laufwerk C zugreifen wollen. Hoffe ich konnte Dir weiterhelfen. Das DVD Laufwerk habe ich übrigens im Blödmarkt für 50 Euronen gekauft und kann ich ganz gut verwenden. Ist auch Bootlaufwerk für Live-CD’s von Linux ganz nützlich.
    Viel Glück
    Uwe

  7. Hallo Uwe, ich kann erfolgreiches Klonen des Betriebssystems auf meine neue 320GB-Festplatte vermelden! Herzlichsten Dank für die ausführliche Anleitung! Ich habe allerdings True Image nicht die Größe der Partitionen C: und D: anpassen lassen, sondern gleich belassen, in der Hoffnung, dass dadurch nach wie vor die Recovery-Funktionalität erhalten bleibt(!?). Mit den frei verbliebenen 223GB habe ich eine dritte Partition E: angelegt, auf die ich meine „Eigenen Dateien“ verschieben will, damit bei einem etwaigen Neuaufsetzen des Betriebssystems auf Partition C: diese persönlichen Daten nicht verloren gehen. Muß nur noch harausfinden, ob es tatsächlich mit dem Ändern des Pfads der Desktopverknüpfung für „Eigene Dateien“ getan ist oder ob man auch noch an der Registry schrauben muß o.ä….
    Liebe Grüße aus München sagt der Netbook-Kollege Falk

  8. Na das hört sich ja richtig gut an. Gratuliere zu der Hardware-Erweiterung. Falls Du das Problem mit dem Verzeichnis „Eigene Dateien“ gelöst bekommen hast, dann würde mich das auch interessieren.
    Grüße nach München
    Uwe

  9. So, ich bin fündig geworden:
    Im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base wird (unter Ausschluß der Gewähr auf ein lauffähiges System seitens Microsoft…) beschrieben wie man bei einem bereits installierten Betriebssystem nachträglich den kompletten Ordner „Dokumente und Einstellungen“ veschieben kann: http://support.microsoft.com/kb/314843/de

    Wichtigste Voraussetzung hierfür ist, dass man zwei Benutzer mit Administratorrechten anlegen muss. Bin mir noch nicht ganz schlüssig, ob ich mich auf dieses Konfigurationsabenteuer einlassen soll.

    Alternativ könnte man natürlich den Ordner „Dokumente und Einstellungen“ einfach ignorieren und seine persönlichen Dokumente immer „einfach so“ auf der neu angelegten Partition abspeichern.

    Oder mit Acronis True Image regelmäßig Komplettbackups erstellen, dann kann es einem auch egal sein, falls man mal das Betriebssystem komplett neu aufsetzen muss.

    Wie sag ich gerne: mit Computern löst man Probleme, die man ohne Computer gar nicht haben würde..! 😉

    Ein schönes Restwochenende noch!
    Falk

  10. Hallo Falk,
    bin zwar auch risikofreudig, aber das würde ich mir auch zweimal überlegen, diese Umstellung zu machen. Da ist das Backup wohl das kleinere Übel. Aber es geht halt nichts über den Computer zwischen unseren Ohren, der ist wohl das wichtigste! In diesem Sinne, noch schönen Sonntagabend.
    Uwe

  11. Hallo,
    gibt es einen Trick, um den Geräteboden zu lösen? Auf der Seite mit den Audio-ausgängen hakt es bei meinem Gerät sehr, so daß ich fürchte, irgendwo noch eine unentdeckte Schraube nicht gelöst zu haben.
    Danke für eine Antwort.
    Karl

  12. Hallo Karl Post,
    es sind insgesamt 9 Schrauben beim Akoya am Unterboden zu lösen. Dann muss der Boden vorsichtig gelöst und angehoben werden, um dann nach links aussen leicht verschoben zu werden. So sollte das Innenleben des Akoya sichtbar werden. Also einfach ran an den Boden, aber halt ohne Gewalt, aber schon mit leichtem Druck bzw. Hebel.

  13. Ich hatte auch daran gedacht den Arbeitsspeicher meines Medion Netbooks aufzurüsten. Allerdings bekomme ich ehrlich gesagt gerade ein wenig Angst wenn ich daran denke, den kompletten Unterboden meines Schätzchens aufzuschrauben. Dadurch verfällt doch mit Sicherheit die Garantie oder nicht ? Die 3 Jahre Gewährleistung einfach wegzuschmeißen wäre natürlich nicht gerade ratsam…

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