Krokusweg

Allerlei aus dem Unterland.

Rhein in Flammen

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Voller Begeisterung nahm ich die Einladung an, mit ihm zur Veranstaltung „Rhein in Flammen“ nach Rüdesheim a. Rhein zu fahren und dann weiter mit dem Fahrgastschiff rheinabwärts nach St. Goar, wo das ganze Spektakel stattfinden sollte.

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Also machten wir uns am gestrigen Samstag nach Rüdesheim a. Rhein, zusammen mit weiteren 31 Mitstreitern und einem Reisebus von Schäfer Reisen , Heilbronn. Jedoch ist es eine Binsenweisheit, dass die, die eine Reise unternehmen, auch etwas zu erzählen haben. Frohgelaunt stiegen wir also in den Reisebus im Betriebshof des Unternehmens. Dann noch schnell ein paar Leute direkt am Heilbronner Busbahnhof aufnehmen und dann nach Aussage des Busfahrers von – München über Stuttgart – Wilhelma usw. nach Rüdesheim. Neiiin, wir haben doch die Fahrt Rhein in Flammen gebucht. Er meinte, bitte ruhig bleiben, Scherz beiseite, wir werden über Wiesbaden an den Rhein nach Rüdesheim fahren, kollektive Erleichterung und der Lacher war auf seiner Seite. Aaaber dies war auch der einzige Brüller den er verbuchen konnte.

So machten wir uns auf den Weg zur Autobahn A6 und ab in Richtung Mannheim und so weiter! Erste Überraschung war dann, dass er bei Hockenheim auf die linksrheinische Autobahn abfuhr. Nach Wiesbaden fahre ich immer in Richtung Frankfurt-Darmstadt, aber gut ist ja sein Bier, dachte ich mir. Die Fahrt verlief entspannt und wir kamen gut voran. Bei Alzey dache ich mir dann, dass der Busfahrer nun in Richtung Wiesbaden abbiegen würde. Jedoch weit gefehlt, wir fuhren weiter, dann Abfahrt in Richtung Bad Kreuznach. Nun ja dies ist ja nicht wirklich Rüdesheim, ging es mir durch den Kopf. Nun also ab in diese Richtung und nach einer Umrundung der Stadt wieder zurück auf die Autobahn und weiter Richtung Bingen. Nächste Abfahrt genommen und ab nach Bingen, doch welch eine Überraschung, wir landeten in Nähe der Landesgartenschau Rheinland-Pfalz , die ja in Bingen a. Rhein noch bis zum 19. Oktober 2008 stattfindet. Nächste Panne, wir waren ja auf der gegenüberliegenden Rheinseite von Rüdesheim und man glaubt es kaum, keine Brücke über den Rhein nur die Rheinfähre. Also wieder zurück und weiter nach Ingelheim a. Rhein, was mich dabei wunderte, war die Tatsache, dass es dort auch nur eine Rheinfähre für PKW und Fussgänger gibt, hat man schliesslich am Steuer auch gemerkt und sich diese Blamage erspart und rechtzeitg gewendet. Man könnte es ja als Odysee nach Rüdesheim nennen. Auf jeden Fall gings dann weiter auf der Autobahn in Richtung Mainz und nach Wiesbaden, wo er schliesslich die A66 fand, die uns dann wirklich zu unserem Zielort brachte. So hatten wir am Ende zwar etwas Verspätung, aber auch eine Sightseeing-Tour durchs Rheingau hinter uns. Vielen Dank lieber Busfahrer, aber das Navi sollte schon beherrscht werden und nicht nur Lobpreisungen darüber vermelden, was es alles kann, sondern einfach auch mal die Betriebsanleitung lesen, denn mit Sicherheit gibt es da eine Option, dass man Fähren vermeiden will, dann klappts auch mit dem Navi und dem sofortigen finden des Zielortes.

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Diese leichten Unwägbarkeiten konnten aber letztlich die Vorfreude auf das anstehende Ereignis nicht trüben. Eberhard und ich machten uns gleich auf in Richtung Drosselgasse. Als erstes mal den Magen beruhigen, war unsere Devise. Irgendwo in diesem Dschungel von Restaurants fanden wir eines, das uns vom Angebot zusagte.

Danach machten wir uns per pedes auf den Weg zum Niederwalddenkmal oberhalb von Rüdesheim und zwar quer durch die Weinberge. Die Seilbahn dorthin haben wir einfach ignoriert, schon deshalb, weil man für eine einfache Fahrt € 4,50 von uns wollte, aber da schlug das Schwabenherz in uns zu. Also zu Fusse zum Gipfel und auch so wieder zurück, war letztendlich für uns beide, erstens billiger und zweitens auch noch gesünder.

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Nach unserem gemütlichen Spaziergang durch die Rebenwelt, waren wir dann pünktlich an der Ablegestelle unseres Schiffes namens Rhenus, das uns dann nach St. Goar zur Veranstaltung Rhein in Flammen schipperte.

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Ich hatte ja schon einige Feuerwerke gesehen und war deshalb gespannt wir in den nächsten Stunden sehen werden. Nun, unterwegs bekamen wir schon einige Infos über die Veranstaltung. Sie sollte aus 4 Feuerwerken plus bengalischer Beleuchtung der beiden Burgen Rheinfels und Katz bestehen. Dies werden 70 Fahrgastschiffe mit ca. 25 – 30 Tausend Menschen an Bord verfolgen, die Aufstellung zwischen St. Goar und St. Goarshausen nehmen werden.

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Kurz gesagt: Das Feuerwerk war eine Pracht, hatte selbst sowas noch nicht gesehen und war begeistert. Mit mir auch alle Besucher auf unserem Schiff und natürlich auch die Menschen, die noch die Ufer säumten. Eine wirklich tolle Veranstaltung. Allerdings können die Bilder diese Schau nicht wirklich rüber bringen, da wirkt halt ein Video doch ganz anders. Na ja, vielleicht das nächste Mal, denn eines ist sicher, diese Veranstaltung oder eine ähnliche werde ich nochmals besuchen, aber ob ich dies nochmal mit einer Busreise verbinde kann ich noch nicht sagen, da muss ich doch das erlebte erstmal setzen lassen. Nach dem Ende des Feuerwerkspektakels nahm das Schiff wieder Fahrt in Richtung Rüdesheim auf, das wir schlussendlich dann 2 Stunden später wieder erreichten und somit auch unsere beiden Fahrer wieder sahen, die uns dann, ohne Umwege, sicher nach Hause chauffierten.

Es war ein gelungener und lustiger Tag, vielen Dank Eberhard, dass ich dich begleiten durfte, es macht immer wieder Spass mit Dir unterwegs zu sein. Auf dass unser Trip zur Photokina unter einem etwas besseren Stern stehen möge, aber da fahren wir ja DB und ich denke, dass wir uns da eher mit Verspätungen herumplagen werden, als mit nicht gewollten Sightseeing-Touren, ausser wir steigen in einen falschen Zug, was aber dann wohl unser Problem sein wird.

3 Kommentare

  1. Schöne Fotos hast du da gemacht =) …. hätte das Feuerwerk nur zu gern gesehen

    Liebe Grüße

  2. Willste die beiden Spamkommentare über meinem nicht löschen?

  3. Hallo Uwe,
    lese zwar erst jetzt über den Rhein in Flammen, denke dabei aber an unsere entspr. Reise im vorigen Jahr. War ebenfalls ein tolles Erlebnis. Unser Busfahrer kannte aber den Weg und wir durften auch noch dort bleiben, da es eine 4-tages-Reise war.
    War sehr interessant zu lesen.

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