Krokusweg

Allerlei aus dem Unterland.

Was ist die freie Meinungsäusserung wert?

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20.02.2010

Mein Freund Manfred betreibt ja den Blog „Ansichten eines Sturkopfs“. Da schreibt er über seine Erlebnisse in seinem Leben und setzt sich aber auch kritisch mit Anderen auseinander. Er schreibt viele positive Eindrücke, aber wenn ihm etwas nicht passt, wird das genauso kundgetan.
So passiert in seinem Artikel „You Can – we dont want it! – Ein Kopiermärchen“. Es geht darum, dass er über den Kundenservice und die Preise eines Kopiershops in Memmingen geschrieben hat, über den er sich geärgert hatte und gleichzeitig sich noch positiv über einen weiteren Shop geschrieben hat, dessen Service und Preise weit kundenfreundlicher gestaltet waren.

Nun flatterte ihm ein Anwaltsschreiben ins Haus in dem er aufgefordert wird, den Artikel aus dem Internet zu entfernen und mit so etwas 800 Euro dabei sei, wenn er dies tut, ansonsten kann er ja Widerspruch einlegen.
Was Manfred inzwischen auch getan hat.
Aber die Frage ist viel spannender, was hat er eigentlich getan, dass man ihm, dem Blogger, Anwälte auf den Hals hetzt?
Ganz einfach, er hat die Wahrheit geschrieben und zwar aus seiner subjektiven Sicht der Dinge, wie er auch in seinem Blog darauf hinweist und das soll strafbar sein? Da wird das Recht auf freie Meinunsäusserung mal wieder mit Füssen getreten und nun müssen sich deshalb auch noch Gerichte damit beschäftigen. Als ob die nicht schon genug zu tun hätten.

Irgendwie tut mir diese Firma leid, die das losgetreten hat. Es wäre doch einfacher gewesen sich mit Manfred telefonisch oder meinetwegen auch in einem persönlichen Brief, das Gespräch zu suchen und diese Angelegenheit aus der Welt zu schaffen, doch nein, man haut da lieber gleich mit Anwälten um sich. Nun gut, wenn man als Firma diese Öffentlichkeitsarbeit unbedingt vorzieht.

Gelernt haben die Firmen und deren Anwälte aber wohl immer noch nicht, wie das Internet funktioniert. Als jüngste Beispiele der Vergangenheit, dienen da so renommierte Firmen wie Jako und Jack Wolfskin.

Auf das Ergebnis dieses Rechtsstreits bin ich sehr gespannt, vor allem ob sich das Recht auf freie Meinungsäusserung durchsetzt, oder wiede mal ein „kleiner“ Blogger, sprich Privatperson mundtot gemacht wird.
Bleiben wir also am Ball! So, das ist meine persönliche Meinung zu dem Fall und wie denkt Ihr so darüber?

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