Krokusweg

Allerlei aus dem Unterland.

WM 2010 – Die Hand Gottes kommt jetzt aus Uruguay

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03.07.2010

Eigentlich wollte ich ja nichts über die Fussball WM 2010 schreiben, aber ich glaube es ist jetzt an der Zeit, dass ich auch meinen „Senf“ dazugebe.

Am Anfang war das Niveau der Spiele zum einschlafen, was mir auch durchaus bei so mancher Partie geglückt ist. Zugegeben es gab auch Spiele die durchaus reizvoll waren. Wenn man aber die ganze Gruppenphase heranzieht, war es in meinen Augen doch mehr oder weniger grausamer Fussballsport der einem geboten wurde. Viele Schiedsrichterentscheidungen sind getroffen worden, die richtig waren, aber auch viele die absolut falsch waren. Leider scheint es die „FIFA-Götter“ aber nicht zu interessieren, dass ein spanischer Schiedsrichter im Spiel Serbien gegen Deutschland – gelbe Karten und gelb/rote Karten – nach belieben verteilte, denn er wurde kurze Zeit später wieder eingesetzt und man glaubt es kaum, obwohl das folgende Spiel meines Erachtens gröbere Fouls beinhaltete, zeigte dieser Schiedsrichter sehr sehr wenige gelbe Karten und schon gar keine Rote bzw. Gelb/Rote. Was für ein Ironie. So kann man sich durch die ganze Gruppenphase hangeln, überall gab es Probleme mit den Schiedsrichtern.

Aber das spannende daran ist ja immer noch die FIFA, die alle Fernseh-, Videobeweise nicht heranzieht, so kommen die Spieler die im Rücken des Schiedsrichters etwas anstellen ohne Bestrafung davon.

Legale Tore werden nicht anerkannt, weil der Herr Blatter der Meinung ist, dass Elektronik im Fussball nichts zu suchen hat. Was ist das nur für ein Haufen von Ignoranten, die dort das sagen haben.

Jedoch, was hat das obige bisher mit der Hand Gottes zu tun, im Grunde genommen nichts.

Da gibts aber das Spiel von gestern Abend zwischen Uruguay und Ghana. Ein Spieler macht in der allerletzten Minute ein Handspiel und verhindert so ein Tor für Ghana, klar gibt es Elfmeter und ein rote Karte. Ist dies aber genau das Richtige in diesem Moment, der Regel nach sicher, aber wäre es nicht besser dies so zu handhaben als sei der Ball hinter der Linie gewesen und der Verursacher erhält die rote Karte? Da dies aber im Reglement so nicht vorgesehen ist, wird dieser Spieler zum Volkshelden in seinem Land und nicht zum Deppen, wies eigentlich sein müsste.

Hier wurde eindeutig das Fussballteam von Ghana benachteiligt, klar kann man sagen, wenn der den Elfer reingemacht hätte, aber hat er nicht und somit war Ghana der durchaus zustehende Lohn, das Halbfinale, bei dieser WM versagt. Man kann darüber natürlich hitzig diskutieren, aber ein für alle brauchbares Ergebnis werden wir unter den Fussball Anhängern nicht zustandebringen und so scheints auch bei den Fussballgöttern zu sein, die sich dieser Sache nicht annehmen, leider. OK, Ghana ist raus, bedauerlich und die Uru’s sind eine Runde weiter, weil Sie im anschliessenden Elfmeterschiessen die Nerven, bzw. die Oberhand behalten haben. Aber das Ganze hat in meinen Augen einen sehr bitteren Beigeschmack. Wahrscheinlich streicht die FIFA in all ihrer Grossherzigkeit auch noch die rote Karte für diesen Spieler, das wäre dann vollends der Schlag gegen den Sport, aber soweit wollen wir bzw. ich doch garnicht denken.

Jetzt habe ich meinen Frust rausgelassen und hoffe, dass die für mich ziemlich niveaulose Fussballweltmeisterschaft bald ein Ende hat und mit einem „vierten“ Stern endet!

Eines wurde aber im Achtelfinale von England gegen Deutschland geklärt, man muss jetzt nicht mehr vom Wembley-Tor reden, sondern kann sich die nächsten 40 Jahre über das nicht gegebene Tor von Mangaung unterhalten und fürstlich streiten.

Dann wünsche ich der deutschen Nationalmannschaft für das Viertelfinalspiel gegen Argentinien mehr Glück als Ghana gegen die Uru’s!

In diesem Sinne, viel Spass beim Fussball gucken!

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