Krokusweg

Allerlei aus dem Unterland.

Nachlese zur Photokina 2010

| Keine Kommentare

Ja, auch ich und mein Freund Eberhard waren auf der Photokina und haben uns die Beine in den Bauch und die Füße breit gelaufen.

Teilweise liegt das aber auch daran, dass die Standbezeichnungen gefehlt hatten und ich dann nicht wusste, soll ich rechts oder links weitergehen um den anvisierten Messestand zu finden. Ist schade, da sammelte die Photokina bei mir Minuspunkte, denn als Messeleitung sollte man den Ausstellern unbedingt vorgeben, dass die Standnummer gut sichtbar sein angebracht sein muss. Nun auf der Messe selbst hatte ich so meine üblichen Verdächtigen im Visier, wie z. Bsp.: CEWE Fotobuch, Canon, allerdings besuchte ich auch die Firma PXL-Soft (Hersteller von DGPhotoArt) einer Software zum erstellen von Photobüchern ohne die entsprechende Software der jeweiligen Hersteller.

Nun die Erlebnisse waren unterschiedlich, wobei CEWE halt immer noch ab schlechtesten abschnitt, was vor allem die Kundenfreundlichkeit anbetrifft. Meine Probleme mit der Software habe ich ja in zurückliegenden Beiträgen ausführlich geschildert. Nun wollte ich am Stand von einem der vielen Damen und Herren auf dem Stand wissen, wann es möglich sein wird, dass ich als Wiederverkäufer die lästige letzte Seite mit den Logos von CEWE abwählen kann. Darauf bekam ich die Antwort, dass dies nicht passieren wird, da man schliesslich der Marktführer im Fotobuchsektor sei und dies sozusagen legitim sei. Ich dachte dabei an das Sprichwort: “Hochmut kommt vor dem Fall!” Ich wünsche ja niemandem Böses, aber diese Arroganz und für mich komische Firmenphilosopie kann und will ich nicht verstehen. Geht meines erachtens dahin, Kunde dein Geld nehmen wir gern, aber auf die Bedürfnisse von deiner Seite aus, wollen wir nicht eingehen. Warum auch, wir fahren so im Moment ganz gut. Ich habe mich bereits von CEWE abgewandt und andere Anbieter gefunden, die gegen ein kleines Aufgeld auf das firmeneigene Logo verzichten und stattdessen mein Logo akzeptieren, sofern ich es im Buch überhaupt abdrucken lassen möchte. Soviel zum Thema Fotobuch bei CEWE.

Eine weitere Anlaufstelle, war der Hersteller von Pixtacy, einer Software zum Anbieten der eigenen Bilder in einem Bildershop. Diese Software ist zwar noch im Aufbau, aber man kann schon damit seine Bilder über das Internet vermarkten. Natürlich wird noch daran entwickelt und neue Features sind noch geplant, unter anderem, dass die Bestellung des Kunden direkt beim ausgewählten Ausbelichter landet und so ohne Umwege ausbelichtet werden kann. Auf jeden Fall konnte man dort merken, dass man als Kunde noch ernst genommen wird. Herr Wandelt nahm sich für uns sehr viel Zeit und zeigte uns für die mitgebrachten Problemchen im Programm auch eine Lösung. Nochmals herzlichen Dank Herr Wandelt.

Bei Canon habe ich mir die neue Powershot G12 angesehen. Was mir sofort auffiel, war die Tatsache, dass die Kamera viel leichter war als meine G11, was auf ein Plastikgehäuse hindeutet und somit keine Magnesiumgehäuse mehr, schade. Nun die neuen Features, wie geringeres Rauschen bei ISO 1600 durch die HS-Technologie und die im Display zuschaltbare Wasserwaage rechtfertigen meiner Meinung nach, noch keinen Kauf der G12, wenn man wie ich bereits die G11 hat. Was aber lustig war, als wir uns zum Stand von Nikon begaben, Eberhard ist Nikonianer, fand ich dort fast meine G11 wieder, irgendwie haben die doch tatsächlich eine Kamera ins Rennen geschickt, die der G11 fast wie ein eineiiger Zwilling gleicht. Da dachte ich so für mich, dass es Nikon jetzt schon nötig hat richtig abzukupfern, na dann Prost.

Eberhard war dann in Sachen Studiofotografie unterwegs und hat diverse Studiolampen und Blitzgeräte angesehen. Hat aber auch bestellt und den Umsatz von einzelnen Herstellern angekurbelt. Besonders bei ArcaSwiss hat er sich ins Zeug gelegt. Hat er doch von denen einen Kugelkopf der nicht so funzt wie er sollte und trotzdem hat er sich nochmal einen bestellt.Ich sags offen, bei denen hätte ich keinen mehr gekauft, auch wenns der absolut beste Kugelkopf der Welt gewesen wäre. Die haben sich in den zurückliegenden Jahren um die Reklamationen des Kunden schlussendlich einen Scheiss gekümmert. Da wurde immer versucht zu reparieren, aber das Problem letztlich nie tatsächlich behoben. Die Ausreden am Messestand kamen mir als Zuhörer aus den zurückliegenden Jahren bekannt vor und waren nicht wirklich neu. Ich denke, wenn man so ein Produkt zur Reparatur bekommt und das alle 2 Jahre, dann kann man sich als Firma ArcaSwiss schon mal überlegen, ob man dem Kunden nicht einfach einen neuen, funktionierenden Kugelkopf zukommen lässt, bei dem die Probleme nicht auftreten. Hat man aber nicht getan, sondern immer nur versucht zu erklären, das das an den eingesetzten Materialien liegen könne. Hoffentlich ist das Problem beim neuen Kugelkopf gelöst.

Fazit: Haben viel gesehen, aber ziemlich wenig angesehen, da die Messe einfach nur eine riesen Fläche hat und man in einem Tag da sowieso nicht alles ansehen kann. So kamen wir richtig müde wieder zu Hause an und mussten uns am nächsten Tag von Strapazen erstmal erholen. Was uns noch auffiel, dass wir dieses Jahr noch weniger Prospektmaterial mitgenommen hatten als vor 2 Jahren. So hatten wir doch ausgiebig Zeit uns zu regenerieren und mussten nicht noch stundenlang das mitgebrachte Material durchfilzen.

Dann wollen wir mal sehen, ob wir uns in 2 Jahren wieder auf den Weg zu Photokina machen werden? Im Moment ist die Tendenz dahingehend eher nicht nochmal dort aufzuschlagen, da es sich in unseren Augen immer weniger lohnt, die Messe zu besuchen.

Schreibe einen Kommentar